Unterkünfte selber finden

Wer sich auf Kreta auf eigene Faust eine Unterkunft suchen möchte, sei es aus dem Grund Geld zu sparen oder sich einfach nicht 14 Tage lang an ein Hotel binden zu wollen, hat in der Hochsaison in den Urlauberzentren kaum noch Chancen. Doch es gibt für sogenannte Individualreisende viele weitere Möglichkeiten, die Nächte nicht am Strand verbringen zu müssen, obwohl das auch mal eine schöne Abwechslung sein kann, vorausgesetzt man lässt sich nicht erwischen.

Hat man als Rucksacktourist in seinem Gepäck auch ein Zelt und einen Schlafsack dabei, kann man sein Glück auf den ca. 20 Campingplätzen auf Kreta versuchen. Man sollte aber immer daran denken, an seinem Zelt mindestens ein kleines Vorhängeschloss anzubringen. Diese sind aufgrund der Insellage weniger auf große Caravans und Campingwagen eingestellt, sondern befinden sich häufig am Rande der größeren Ortschaften. Der Komfort hängt vom jeweiligen Betreiber ab und reicht von spartanisch angelegten Geländen in Strandnähe bis hin zu luxuriös ausgestatteten Campingdörfern, in denen man mit ein wenig Glück auch ein Zimmer mit richtigen Polsterbetten und Latexmatratzen ergattern kann. Selbst wenn überhaupt kein Platz mehr vorhanden sein sollte, wird man Sie zu vorgerückter Stunde nicht im Regen stehen lassen, sondern seine Verbindungen ins Spiel bringen, so dass sie vielleicht sogar das Gästezimmer im Hause des Campingplatzbesitzers in Beschlag nehmen können. Hinzu kommt, dass viele Campingplätze auf Kreta für die kleinen einen Spielplatz parat haben, welcher mit allem üblich bekannten, wie Rutsche und Wippe ausgestattet sind.

In den abgelegenen Bergdörfern ist die Suche nach einer Unterkunft ein besonders aufregendes und abenteuerliches Unterfangen. Zwar findet man auch hier in einigen Privathäusern mit der Aufschrift „Zimmer frei“ oder „Room to let“ manchmal eine ganz normale gemütliche Unterkunft, doch wenn man Pech hat, ist gerade eine Hochzeitsgesellschaft im Dorf, so dass wieder einmal alle Betten belegt sind. Zum Glück gibt es aber in jedem Dorf eine Kirche und kein Pope wird sich die Gelegenheit entgehen lassen, seine christliche Nächstenliebe zu beweisen. Auch in Klöstern kann man Schutz vor der Nacht und eine warme Mahlzeit erhalten, wenn man sich in die abgelegenen Höhen oder Tiefen der kretischen Bergwelt verirrt hat.

Durch den nie abreisenden Strom von Urlaubern , der sich schon seit Jahrhunderten über die Insel zieht, sind auch vor allem in den Hafenstädten viele kleine Herbergen und Pensionen entstanden, die heute zwar kaum noch auffallen, aber immer noch in Betrieb sind. Häufig findet man sie in den kleinen engen Seitenstraßen in der Nähe des Stadtzentrums in Form einer Jugendherberge oder eines Stundenhotels. Hier darf man allerdings an die Ausstattung, den Service und den Komfort keine großen Ansprüche stellen, muss sich z. B. ein Bad und eine Toilette mit anderen Gästen auf der Etage teilen und wird auf der Matratze die Spuren hunderter Vorgänger erkennen. Einziger Vorteil ist, dass man hier wirklich billig übernachten kann und wenigstens eine Tür zum Abschließen hat.